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18. April 2017

Warum nicht!

E-Autos (Streetscooter) aus Bochum?

Chancen für Region und Menschen!

Bereits Anfang 2010 hatte der Bochumer Betriebsrat gemeinsam mit Professor Dr. Wallentowitz konkrete Pläne entwickelt, das in Aachen entwickelte E-Auto (Streetscooter) am Standort Bochum zu bauen. Freie Flächen gab es ausreichend, zusätzlich die Unterstützung der Stadt Bochum, der IHK, den damaligen NRW-Wirtschaftsministern, den Hochschulen und der Ruhr-Uni.

2011 wurde der damalige Bochumer Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel stellvertretender Vorsitzender von ruhrmobil-E, einem Netzwerk zur Förderung von Elektromobilität im Ruhrgebiet... Die Pläne für Bochum waren demnach sehr konkret. Mit der Ansiedlung von Zulieferern und dem Bau von E-Fahrzeugen (Streetscooter) hätte man sicherlich die Schließung von Opel-Bochum verhindern können. Das war von Opel nicht gewollt.

Heute werden pro Jahr 10.000 Streetscooter von der Post gebaut und flächendeckend von DHL eingesetzt. Eine Erfolgsgeschichte aber ohne Opel und ohne Bochum. In diesem Jahr will die Post eine weitere Fabrik für Elektro-Autos (Streetscooter) in NRW bauen.

Jetzt wird diskutiert: Warum nicht in Bochum auf dem Opel-Gelände? Opel hatte das E-Auto für Bochum abgelehnt, das Werk ist nun geschlossen, tausend Menschen sind immer noch arbeitslos. Aber immerhin kann es jetzt eine Zukunft für die Region und viele Menschen bedeuten.

(Univ.-Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz war 15 Jahre Leiter des Institutes und des Lehrstuhls für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen)

Zum Thema ein Interview aus dem Jahre 2011:

https://www.trailer-ruhr.de/um-die-zukunft-des-werks-gedanken-machen


5. April 2017

Opel-Verkauf an PSA (3)

PSA-Chef bestätigt für Opel-Bochum:

Jobgarantie gilt bis mindestens 2020

In einem Spitzengespräch des PSA-Chefs Tavares mit Bundeswirtschaftsministerin Zypries, den Ministerpräsidenten oder Spitzenpolitikern aus Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz, dem IG Metall-Vorsitzenden und dem Gesamtbetriebsrat bestätigte Tavares noch einmal mündlich seine Zusage, sich an bestehende Verträge zu halten.

Für das Bochumer Warenlager ist ein Erhalt aller 700 Arbeitsplätze bis mindestens Ende 2020 vereinbart. Nachzulesen im Tarifvertrag.

Die IG Metall erwartet nun von Herrn Tavares, dass er "gemeinsam mit GM alle rechtlichen Voraussetzungen zur Erfüllung der bestehenden Tarifverträge schaffen wird."

Am Donnerstag will der Opel-Vorstand in den Opel-Standorten über die Gepräche informieren, meldeten die Agenturen.



4. April 2017

Rechtsstreit wegen Werksschließung


Klage abgewiesen, aber dennoch ...

"beispiellose Verletzung der Mitbestimmungsrechte"

Die schriftliche Erklärung des Gerichtes im Rechtsstreit "Rainer Einenkel / Adam Opel AG" liegt vor. Nach über dreieinhalb Jahren Verfahrensdauer hat das Landgericht Darmstadt die Klage zur Schließung des Bochumer Opel-Werkes abgewiesen. Die Entscheidung des Gerichtes bleibt enttäuschend und nicht nachvollziehbar.

Der Schließungsbeschluss im Aufsichtsrat war im April 2013 gegen die Stimmen ALLER Arbeitnehmer und der IG Metall erfolgt. Der Beschluss und die anderthalb Jahre später erfolgte Schließung des Bochumer Werkes war und bleibt eine beispiellose Verletzung der Mitbestimmungs-, Überwachungs- und Kontrollrechte des Aufsichtsrates. Die Medien schreiben: "Man hatte auf ein Grundsatzurteil gehofft, um Konzernen künftig Werksschließungen zu erschweren…". Gerade bei den aktuellen Verhandlungen zur Zukunft der Opel-Werke wäre eine Stärkung der Arbeitnehmerseite und besonders der Gewerkschaften im Aufsichtsrat wichtig gewesen.

Hier weitere Informationen zum bisherige Verlauf des Verfahrens:

Klage gegen die Schließung


Beste Freunde

23. März 2017

30 Millionen für

beste Freunde

Die Spitzen-Manager von Opel sollen bei einem abgeschlossenen Verkauf des Rüsselsheimer Herstellers an PSA eine Millionenprämie bekommen. Das berichtet das "Manager-Magazin" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Danach hat die Opel-Mutter GM den Bonus für den Fall in Aussicht gestellt, dass der Verkauf an PSA tatsächlich zustande kommt. Es könne sich um eine Summe zwischen 20 und 30 Millionen Euro handeln, die auf die neun Mitglieder der Opel-Geschäftsführung mit Karl-Thomas Neumann an der Spitze aufgeteilt würden. Die Geschäftsführungen von GM und Opel haben sich bisher nicht dazu geäußert.



Wir trauern um unseren Kollegen und Freund Theo Surkamp. Theo war Vorsitzender der IG Metall-Vertrauensleute im Warenersatzteil-Werk. Er war ein großartiger Mensch, ein aktiver Gewerkschafter und Kollege, auf den wir uns immer verlassen konnten. Unser herzliches Beileid gilt der Familie.

9. März 2017

Aus der Erfahrung lernen

Der Opel-Verkauf an PSA

und

"Der Fall Opel-Bochum"

General Motors hat die Firma Opel an den französischen Autokonzern PSA (Peugeot/Citroën) verkauft. IG Metall, Gesamtbetriebsrat, Opel-Aufsichtsrat und Opel-Vorstand wurden von diesem Verkauf eiskalt überrascht. Deutsche und europäische Mitbestimmungsrechte wurden verletzt. Es gibt Hoffnungen - aber auch Befürchtungen. Vieles erinnert an die Schließung der Opel-Werke Bochum, Antwerpen und weiterer Werke. Das PSA-Werk Sochaux bekam den Zafira-Nachfolger verprochen. Wiederholt sich der "Fall Opel-Bochum"? In Kürze erscheint dazu die ergänzte und aktualisierte Opel-Chronik mit neuen Fakten und Hintergrundinformationen.

Hier der Link zur bisherigen Chronik

Der Fall Opel

2. März 2017

Opel-Verkauf an PSA (2)

Klarstellung für Opel-Bochum:

Jobgarantie gilt bis mindestens 2020

In diversen Medien und Flugblättern wird erneut behauptet, dass in allen deutschen Opelwerken eine Beschäftigungssicherung nur bis 2018 besteht. Diese Behauptung ist nachweisbar falsch. Soll mit diesen Aussagen die für Bochum geltende Absicherung aufgeweicht werden?

Für das Bochumer Warenlager ist ein Erhalt aller 700 Arbeitsplätze bis mindestens Ende 2020 vereinbart. Nachzulesen im Tarifvertrag.

DARAN DARF NICHT GERÜTTELT WERDEN.

Übrigens: Eine Jobsicherung nur bis Ende 2018 (also noch für 21 Monate) gilt für die Werke Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern.


Februar 2017

Opel-Verkauf an PSA (1)

Gesamtbetriebsrat und IG Metall:

"Mitbestimmungsrechte verletzt"

Am 14. Februar 2017 wurde bekannt, dass GM ihre Tochter Opel/Vauxhall an den französischen Autokonzern PSA verkaufen will. IG Metall und Gesamtbetriebsrat bezeichneten den Vorgang als "eine beispiellose Verletzung sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte."

IG Metall und Gesamtbetriebsrat fordern, dass bei einem Verkauf an PSA alle Tarifverträge ihre Gültigkeit behalten.


Februar 2017

Richtfest für neues Warenlager

Opel wollte das Lager 2014 schließen

Richtfest für Warenersatzteillager

45 Monate nach der angedrohten Schließung des Bochumer Ersatzteilwerkes fand jetzt das Richtfest für das erweiterte Bochumer Warenverteilzentrum statt.

Zur Erinnerung: Im Mai 2013 verkündete Opel die Schließung des Bochumer Ersatzteilwerkes für Ende 2014. Durch den heftigen Widerstand von Betriebsrat, Gewerkschaft und Belegschaft wurde der Schließungsplan drei Wochen später zurückgenommen. Opel erklärte danach lapidar, "der Schließungsplan war ein Missverständnis der Opel-Presseabteilung".

Im Tarifvertrag wurde anschließend durchgesetzt, dass Opel 60 Millionen Euro ins Warenverteilzentrum investiert und zusätzlich 260 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Murat Yaman, Betriebsratsvorsitzender: "Wir konnten zusätzlich erreichen, dass für alle 700 Mitarbeiter der Flächentarif der IG Metall und eine Arbeitsplatzgarantie bis 2020 gilt."

Der Betriebsrat wird alles tun, damit das Bochumer Warenersatzteillager und die Beschäftigten auch danach eine Perspektive haben.

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Übrigens: Die Ende 2014 erfolgte (rechtswidrige) Schließung des Bochumer Fahrzeugwerkes war kein "Missverständnis der Opel-Presseabteilung" sondern wurde knallhart umgesetzt. Über 1.000 der damaligen 3.300 Beschäftigten sind weiterhin ohne Arbeit....

Der Betriebsrat hält weiterhin an der Forderung fest: Schaffung der von Opel-Vorstandschef KT Neumann schriftlich zugesagten 100 industriellen Ersatzarbeitsplätze!!!


Bochum, Februar 2017

3 Jahre nach der Werksschließung

Tausende weiterhin arbeitslos

"Über 1.000 ehemalige Bochumer Opelaner arbeitslos", vermelden die Zeitungen. Doch in Wahrheit ist es noch dramatischer.

Ende 2014 waren 3.300 Beschäftigte von der (rechtswidrigen) Schließung des Bochumer Werkes betroffen. 2.614 Opelaner wechselten in die Transfergesellschaft.

Bis Januar 2017 wurden nur ca. 900 in neue Jobs vermittelt. Ein Teil davon auf befristete, prekäre Arbeitsplätze.

Zusätzlich weitere 750 ehemalige Opelaner der sogenannten "rentennahen" Jahrgänge 1960 und älter waren nur bis Ende 2015 in der Transfergesellschaft geführt. Fälschlich wird behauptet, diese 750 "älteren" ehemaligen Opelaner, viele davon leistungsgemindert, seinen in Rente. Das ist Unsinn. Die Mehrzahl braucht und sucht Arbeit.

Im Klartext: Über 1.000 der ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Opel-Werkes sind derzeit immer noch ohne Arbeit.

Zusätzlich haben weitere tausende Menschen in der Zulieferindustrie, Logistik und Servicebetrieben im Ruhrgebiet durch die Opel-Schließung ihren Arbeitsplatz verloren und sind arbeitslos. Diese Menschen erscheinen in keiner Statistik zur Opel-Schließung.

Fakt ist: Es gibt immer weniger qualifizierte Arbeit im Revier. Opel und viele weitere Betriebe streichen Arbeitsplätze und schließen Werke. Die Arbeitslosigkeit in den Ruhrgebietsstädten steigt.


Bochum, Januar 2017

Steuerzahler zahlen

für Opel-Schließung

Erst hat das Land NRW für die Ansiedlung von Opel gezahlt und jetzt zahlt das Land, also wir Steuerzahler, für die Folgeschäden. Bereits in der Vergangenheit haben Betriebsrat und Gewerkschaften aufgezeigt, dass die Kosten falsch gerechnet wurden und die Schließung teurer als von Opel angegeben sein wird. Übrigens ein wichtiger Punkt in der Klage am Landgericht Darmstadt gegen die Opel-Schließung.

Betriebsrat, Stadt Bochum, IHK, Gewerkschaften, Ruhr-Uni und Hochschule Aachen hatten vor wenigen Jahren konkrete Projekte vorgelegt, um auf freien Opel-Flächen neue Betriebe von Zulieferern oder auch für E-Fahrzeuge anzusiedeln. Es wäre billiger als heute geworden und hätte sicherlich die Schließung von Opel-Bochum verhindert. Das Unternehmen wollte es nicht. Hier ist die Politik und die Gesellschaft gefordert..

Weitere Informationen dazu unter Facebook

https://www.facebook.com/rainer.einenkel

Die aktuelle WDR-Meldung zur Sache:

Altes Opel-Gelände in Bochum verschlingt Millionen

+ Abriss läuft seit zwei Jahren

+ Kosten für Entwicklung des Geländes explodieren

+ Minus von 33 Millionen Euro errechnet

Der Bericht im WDR (hier klicken)

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/altes-opelgelaende-wird-teurer-100.html


Bochum, 15. Dezember 2016

Aktuelle Informationen zum Tarifvertrag

- Das 3. Jahr TFG -

Einigungsstelle hat entschieden

Ende Dezember 2016 endet für ca. 1.000 ehemalige Opelaner die Transferzeit. Vielen droht dann die Arbeitslosigkeit. Für sogenannte Härtefälle wurde im Sozialtarifvertrag ein drittes Jahr TFG vereinbart. In einer Einigungsstelle unter Vorsitz von Martin Bertzbach, dem ehemaligen Präsidenten des Landesarbeitsgerichtes Bremen, wurde nun folgende Entscheidung getroffen (Auszug aus einer Mitteilung der IG Metall):

Anspruch auf ein weiteres Jahr in der Transfergesellschaft haben

1. alle Mitarbeiter/innen, die zum Stichtag 01.12.2016 einen festgestellten Grad der Behinderung von 70% und mehr haben

oder

2. alle Mitarbeiter/innen, die zum Stichtag 01.12.2016 einen festgestellten Grad der Behinderung von mindestens 50% oder eine Gleichstellung haben und gleichzeitig zuletzt bei der Adam Opel AG in den Entgeltgruppen 1 bis 7 eingruppiert waren.

Die betreffenden Mitarbeiter/innen erhalten in den nächsten Tagen die Vertragsunterlagen mit der Post zugestellt.


Zum Nachlesen der Text aus dem Tarifvertrag zur sogenannten "Härteregelung":

"Für einen noch zu spezifizierten Kreis von 100 Mitarbeitern kann im Rahmen einer Ausnahmeregelung ein weiteres Jahr Transfergesellschaft notwendig werden. Bei diesem Mitarbeiterkreis kann es sich lediglich um besondere soziale Härtefälle handeln. Ob und im welchem Umfang eine Regelung notwendig wird, entscheidet die Steering Committee in der 2. Jahreshälfte im Jahr 2016."

Dem Steering Committee gehören zwei Vertreter der IGM und zwei Vertreter der Firma Opel an.



Die Chronik in Bildern

"Deutschlands

größter Abriss..."

"Beim Abriss von Opel in Bochum - wohl dem größten Abriss in Deutschland derzeit. Fast alle Gebäude, ein komplettes Autowerk wird abgebrochen, zerkleinert ..., und in Säcke gepackt, wiederverwertet oder abtransportiert…" WAZ am 8.07.2016

Die Bilder vom Abriss und Umbau


Bochum, November 2016

Bochumer Opelaner:

"Rückgrat bewiesen

- Zeichen gesetzt"

Bochumer Opelaner geehrt

In einer Feierstunde wurde der ehemalige Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes mit der Ludwig-Fischer-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung (EAB), geehrt.

Der EAB-Landespräsens Pfarrer Dieter Heising betonte in seiner Laudation, dass man den Kampf um das Bochumer Opel-Werk verloren habe, "aber die Opelaner haben durch ihr unermüdliches und aufrichtiges Engagement für den Standort ein entschiedenes Zeichen gesetzt. Die Auszeichnung stehe für Menschen, die für berechtigte Interessen stritten und in schwierigen Situationen Rückgrat bewiesen haben und nicht den einfachen Weg gewählt haben."

Rainer Einenkel nahm die Auszeichnung auch stellvertretend für die Bochumer Opelaner entgegen. Er bedankte sich für die großartige Solidarität der Menschen in der Region und besonders auch der EAB, die in der jahrelangen Auseinandersetzung immer solidarisch an der Seite der Opelaner gestanden haben. "Diese Solidarität hat uns Mut und Kraft gegeben. Solidarität für unsere Region wird jetzt erst recht wichtig sein!"


Bochum, Oktober 2016

Edelstahlwerke

übernimmt Opel-Ausbildung

Im Sozialtarifvertrag hatte Opel schriftlich zugesagt, mit der "Initiative Lernfabrik" die heutige qualifizierte Berufsausbildung zu sichern und "als festen Bestandteil der Verbundausbildung zukunftsfähig zu gestalten". Die Lernfabrik soll gemeinsam mit der Ruhruniversität Bochum und Uni Dortmund eingerichtet werden.

Zum 1. September haben fünf Azubis ihre Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik im Warenverteilzentrum in Langendreer beginnen. Ein wichtiger Erfolg, den Betriebsrat und JAV durchsetzen konnten. Aber Fakt ist auch, dass Opel selbst aus der Berufsausbildung aussteigt und die Ausbildung durch die Karrierewerkstatt in Witten übernommen wird. Die Karrierewerkstatt gehört zu den Deutschen Edelstahlwerken.

Zu der vereinbarten "zukunftsfähigen Ausbildung" und "Initiative Lernfabrik" schweigt Opel…

Weitere Informationen zur Situation der Berufsausbildung gibt es in einem Flugblatt des Betriebsrates zu lesen.

Informationsveranstaltung Opel-Bochum

22. Januar 2013: Bochumer Opelaner versammeln sich wiederholt während der Arbeitszeit und fordern vom Opel-Management eine Zukunft. Hier die Auszubildenden aus dem Bochumer Werk II


Bochum, Oktober 2016

Vertragsbruch durch Opel

Scharfe Kritik von der IG Metall, Betriebsrat und ehemaligen Beschäftigten am Opel-Vorstand. In den Verhandlungen zum Opel-Werk Bochum konnte erreicht werden, dass neben dem Erhalt und Ausbau des Warenersatzteillagers weitere 100 Industriearbeitsplätzen für die gekündigten Opelaner garantiert wurden. Diese Zusage des Opel-Chefs Neumann für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze liegt schriflich der IG Metall vor.

Fast 2.000 der ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Opel-Werkes sind immer noch ohne Arbeit (siehe Bericht unten). Esatzarbeitsplätze werden dringend gebraucht, aber Opel ist nicht bereit, die schriftliche Zusage zu erfüllen. Ein weiterer Vertragsbruch.


Bochum, September 2016

Opel - Kurzarbeit geht weiter

100 Zeitarbeiter müssen raus

Nachdem das Opelwerk Eisenach bereits seit Mai 2016 Kurzarbeit verfährt, wurde die Kurzarbeit nunmehr auch auf das Werk Rüsselsheim ausgedehnt. Kurzarbeit soll in den Werken Eisenach und Rüsselsheim bis mindestens Dezember eingesetzt werden. Als Begründung verweist Opel auf das Brexit-Votum in England.

Jetzt wurde gemeldet, dass in Opel-Eisenach über 100 Zeitarbeiter nicht weiterbeschäftigt werden. Der Betriebsrat hatte gefordert, dass die Zeitarbeitnehmer übernommen werden.

Erwähnenswert ist zur Kurzarbeit für Rüsselsheim, dass in diesem Werk die Bochumer Zafira-Produktion übernommen wurde und die Beschäftigten sich dadurch mehr Sicherheit erhofft hatten. Automobilexperten dazu: "Ohne Werksschließung und Bochumer Zafira-Produktion hätte Rüsselsheim schon längere Zeit gravierende Beschäftigungsprobleme gehabt!"

Betriebsrat muss zustimmen!

Der Arbeitgeber kann die Kurzarbeit nicht einfach anordnen. Der Betriebsrat hat in Arbeitszeitangelegenheiten ein zwingendes Mitbestimmungsrecht gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG.


Bochum, Juni 2016

Abfindungen: Opel verliert vor Gericht

Doch Opel bleibt stur und unbelehrbar

gegenüber der ehemaligen Belegschaft

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat am Donnerstag, 2. Juni 2016, entschieden, dass behinderte Opelaner bei Abfindungen nicht benachteiligt werden dürfen. Bereits vorher hatte das Arbeitsgericht Bochum für die ehemaligen Opelaner eine positive Entscheidung gefällt. Im Schnitt geht es um ca. 36.000 Euro pro Mitarbeiter und eine Gesamtsumme von über 2 Millionen Euro, die Opel insgesamt den Beschäftigten zahlen müßte.

Nach dem Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!", hat das Unternehmen angekündigt, diese Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm nicht zu akzeptieren und will nun eine Klärung vor dem Bundesarbeitsgericht.

Somit droht also weiterhin eine jahrelange Hängepartie und ein übles "auf Zeit spielen" zu Lasten der Menschen, die jahrelang bei Opel gearbeitet, den Profit des Konzerns gemehrt und oftmals im Betrieb ihre Gesundheit gelassen haben.


August 2015

"Spaltung der Opel-Belegschaften gelungen!"

Der Fall Opel-Bochum

Im Dezember 2014 wurde das Bochumer Opel-Werk geschlossen.

Wie versprochen liegt die neue aktualisierte Opel-Chronik vor - mit neuen Fakten und Hintergrundinformationen. Eine Chronik des Widerstandes, Hoffnungen, Spaltung, großartiger Solidarität und den Leistungen einer stolzen Bochumer Belegschaft.

"Damit wir aus den Erfahrungen lernen und so etwas niemals wieder passiert," ein betroffener Opelaner.

Zum Sofortlesen:

Der Fall Opel

Zum Ausdrucken:

Chronik _ Der Fall Opel-Bochum [1.208 KB]

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Unbedingt anschauen:

Opel-Solidarität

Hunderte Solidaritätserklärungen haben uns erreicht...