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10. November 2017

Opel: Sanierungsplan vorgelegt

PSA: Lage für Opel dramatisch

IGM und Betriebsrat: Keine Sanierung auf dem Rücken der Belegschaft!

Am 8. November haben Opel und PSA den Sanierungsplan für Opel vorgelegt. PSA-Chef hat die Lage für Opel als dramatisch bezeichnet. Kernbotschaften des Planes sind: Opel wird elektrisch und global aufgestellt. Ab 2020 muss Opel wieder Gewinne machen. Für die Belegschaften ist wichtig: Es soll keine betriebsbedingten Kündigungen und Werksschließungen geben.

Es wird harte Verhandlungen geben. Die Umsetzung des Planes wurde bisher nicht verhandelt.

Wir haben nicht vergessen: 2010 nach der Schließung des belgischen Opel-Werkes Antwerpen erklärte der Opel-Vorstand: "Es wird keine weiteren Werksschließungen geben!" Aber im Dezember 2014 wurde Opel-Bochum und 2015 das Opel-Werk in St. Petersburg geschlossen!

Betriebsrat und Gewerkschaft verlangen: "Die Sanierung von Opel darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten stattfinden…"

Nachfolgend die Erklärung von Gesamtbetriebsrat und IG Metall

Pressemitteilung GBR und IGM [233 KB]


Fragen & Antworten:

Betriebliche Altersversorgung (OVK)

Immer wieder erreichen uns Fragen zur betrieblichen Altersversorgung. Aus gegebenen Anlass nachfolgend einige wichtige Fragen und Antworten:

Betriebliche Altersversorgung (OVK)


Oktober 2017

Drastischer Job-Abbau im Astra-Werk in England

Europäischer Betriebsrat gefordert!

Die Belegschaft im englischen Astra-Werk Ellesmere-Port wurde informiert, dass PSA als neuer Eigentümer 400 Arbeitsplätze nach Weihnachten streichen wird. Anfang 2018 soll zusätzlich eine Schicht gestrichen werden und somit nur noch im Einschichtbetrieb produziert werden. Ein weiterer Arbeitsplatzabbau wurde nicht ausgeschlossen.

In der Belegschaft wachsen die Sorgen über die Zukunft des Werkes. Mit der Streichung einer Schicht und dem drastischen Personalabbau sinkt zwangsläufig die Rentabilität der Einrichtungen. In England wird befürchtet, dass das Werk Ellesmere-Port erneut akut gefährdet ist. Drei Viertel seiner Komponenten werden einführt (u.a. aus Kaiserslautern) und 80 Prozent seiner Fahrzeuge werden exportiert. Der Standort ist völlig abhängig vom Astra.

Das Werk Ellesmere-Port hatte 2012 die Astra-Produktion zugesagt bekommen, nachdem die englischen Gewerkschaften und Betriebsräte das Solidaritätsversprechen der Standorte gebrochen und heimlich verhandelt hatten: Das Werk Ellesmere Port bekam den neuen Astra und Opel-Bochum wurde geschlossen. Der Vorsitzende des englischen Betriebsrates erklärte später selbstkritisch: "Opel und GM ist die Spaltung des europäischen Betriebsrates gelungen".

Ausführlich dargestellt in der Chronik: "Der Fall Opel-Bochum"

Jetzt wiederholt sich die Geschichte. Die aktuelle Generation des Astra geht 2021 zu Ende und wahrscheinlich wird es zwischen Ellesmere Port, dem polnischen Opel-Werk in Gliwice und möglicherweise die PSA-Werke Sochaux und Mulhouse in Frankreich einen "Wettbewerb" um die Rechte für den Bau des nächsten Modells geben. Bittere Zeiten und weitere drastische Einschnitte drohen.

Jetzt ist der europäische Betriebsrat am Zuge. Die Erfahrungen mit Bochum mahnen…


September 2017

Tausende weiterhin arbeitslos!

Der Fall Opel-Bochum

33 Monate nach der (rechtswidrigen) Schließung des Bochumer Opel-Werkes sind immer noch über 1.000 ehemalige Opelaner arbeitslos. Zusätzlich viele Betroffene bei Dienstleistern, Zulieferbetrieben.

August 2017

5.000 im Opel-Zentrallager

2. September: Tag der offenen Tür

Am Samstag, 2. September 2017, wurde das neue Bochumer Opel-Zentrallager offiziell eröffnet. 5.000 Beschäftigte, Familienangehörige, ehemalige Opelaner und Bürger der Region besichtigten an diesem Tag das neue Zentrallager.

Zur Erinnerung: Im Mai 2013 hatte Opel verkündet, dass das Bochumer Zentrallager Ende 2014 geschlossen werden sollte. Durch den gemeinsamen Widerstand von Betriebsrat, Gewerkschaft und Belegschaft wurde der Schließungsplan drei Wochen später zurückgenommen. "Der Schließungsplan war ein Missverständnis der Presseabteilung", hieß es bei Opel lapidar.

Im Tarifvertrag wurde durch Betriebsrat und Gewerkschaft anschließend durchgesetzt, dass Opel 60 Millionen Euro ins Opel-Zentrallager investierte, zusätzlich 260 Arbeitsplätze geschaffen wurden und alle Beschäftigten am Standort Bochum eine Beschäftigungszusage bis mindestens 2020 haben.



Bilder vom 8.07.2017 aus dem ehemaligen Bochumer Opel-Werk. 2014 haben hier noch über 4.000 Menschen gearbeitet. Die Opel-Schließung war eine beispiellose Verletzung der Mitbestimmungs- und Kontrollrechte des Aufsichtsrates und der Gewerkschaften...


April 2017

Rechtsstreit wegen Werksschließung


Landgericht weist Klage ab. Aber es bleibt dabei:

"Werksschließung war eine beispiellose

Verletzung der Mitbestimmungsrechte"

Die schriftliche Erklärung des Gerichtes im Rechtsstreit "Rainer Einenkel / Adam Opel AG" liegt vor. Nach über dreieinhalb Jahren Verfahrensdauer hat das Landgericht Darmstadt die Klage zur Schließung des Bochumer Opel-Werkes abgewiesen. Die Entscheidung des Gerichtes bleibt enttäuschend und nicht nachvollziehbar.

Der Schließungsbeschluss im Aufsichtsrat war im April 2013 gegen die Stimmen ALLER Arbeitnehmer und der IG Metall erfolgt. Der Beschluss und die anderthalb Jahre später erfolgte Schließung des Bochumer Werkes war und bleibt eine beispiellose Verletzung der Mitbestimmungs-, Überwachungs- und Kontrollrechte des Aufsichtsrates. Die Medien schreiben: "Man hatte auf ein Grundsatzurteil gehofft, um Konzernen künftig Werksschließungen zu erschweren…". Gerade bei den aktuellen Verhandlungen zur Zukunft der Opel-Werke wäre eine Stärkung der Arbeitnehmerseite und besonders der Gewerkschaften im Aufsichtsrat wichtig gewesen.

Hier weitere Informationen zum bisherige Verlauf des Verfahrens:

Klage gegen die Schließung


18. April 2017

Warum nicht!

E-Autos (Streetscooter) aus Bochum?

Chancen für Region und Menschen!

Bereits Anfang 2010 hatte der Bochumer Betriebsrat gemeinsam mit Professor Dr. Wallentowitz konkrete Pläne entwickelt, das in Aachen entwickelte E-Auto (Streetscooter) am Standort Bochum zu bauen. Freie Flächen gab es ausreichend, zusätzlich die Unterstützung der Stadt Bochum, der IHK, den damaligen NRW-Wirtschaftsministern, den Hochschulen und der Ruhr-Uni.

2011 wurde der damalige Bochumer Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel stellvertretender Vorsitzender von ruhrmobil-E, einem Netzwerk zur Förderung von Elektromobilität im Ruhrgebiet... Die Pläne für Bochum waren demnach sehr konkret. Mit der Ansiedlung von Zulieferern und dem Bau von E-Fahrzeugen (Streetscooter) hätte man sicherlich die Schließung von Opel-Bochum verhindern können. Das war von Opel nicht gewollt.

Heute werden pro Jahr 10.000 Streetscooter von der Post gebaut und flächendeckend von DHL eingesetzt. Eine Erfolgsgeschichte aber ohne Opel und ohne Bochum. In diesem Jahr will die Post eine weitere Fabrik für Elektro-Autos (Streetscooter) in NRW bauen.

Jetzt wird diskutiert: Warum nicht in Bochum auf dem Opel-Gelände? Opel hatte das E-Auto für Bochum abgelehnt, das Werk ist nun geschlossen, tausend Menschen sind immer noch arbeitslos. Aber immerhin kann es jetzt eine Zukunft für die Region und viele Menschen bedeuten.

(Univ.-Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz war 15 Jahre Leiter des Institutes und des Lehrstuhls für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen)

Zum Thema ein Interview aus dem Jahre 2011:

https://www.trailer-ruhr.de/um-die-zukunft-des-werks-gedanken-machen



Beste Freunde

23. März 2017

30 Millionen für

beste Freunde

Die Spitzen-Manager von Opel sollen bei einem abgeschlossenen Verkauf des Rüsselsheimer Herstellers an PSA eine Millionenprämie bekommen. Das berichtet das "Manager-Magazin" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Danach hat die Opel-Mutter GM den Bonus für den Fall in Aussicht gestellt, dass der Verkauf an PSA tatsächlich zustande kommt. Es könne sich um eine Summe zwischen 20 und 30 Millionen Euro handeln, die auf die neun Mitglieder der Opel-Geschäftsführung mit Karl-Thomas Neumann an der Spitze aufgeteilt würden. Die Geschäftsführungen von GM und Opel haben sich bisher nicht dazu geäußert.


Bochum, Januar 2017

Steuerzahler zahlen

für Opel-Schließung

Erst hat das Land NRW für die Ansiedlung von Opel gezahlt und jetzt zahlt das Land, also wir Steuerzahler, für die Folgeschäden. Bereits in der Vergangenheit haben Betriebsrat und Gewerkschaften aufgezeigt, dass die Kosten falsch gerechnet wurden und die Schließung teurer als von Opel angegeben sein wird. Übrigens ein wichtiger Punkt in der Klage am Landgericht Darmstadt gegen die Opel-Schließung.

Betriebsrat, Stadt Bochum, IHK, Gewerkschaften, Ruhr-Uni und Hochschule Aachen hatten vor wenigen Jahren konkrete Projekte vorgelegt, um auf freien Opel-Flächen neue Betriebe von Zulieferern oder auch für E-Fahrzeuge anzusiedeln. Es wäre billiger als heute geworden und hätte sicherlich die Schließung von Opel-Bochum verhindert. Das Unternehmen wollte es nicht. Hier ist die Politik und die Gesellschaft gefordert..

Weitere Informationen dazu unter Facebook

https://www.facebook.com/rainer.einenkel

Die aktuelle WDR-Meldung zur Sache:

Altes Opel-Gelände in Bochum verschlingt Millionen

+ Abriss läuft seit zwei Jahren

+ Kosten für Entwicklung des Geländes explodieren

+ Minus von 33 Millionen Euro errechnet

Der Bericht im WDR (hier klicken)

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/altes-opelgelaende-wird-teurer-100.html



Die Chronik in Bildern

"Deutschlands

größter Abriss..."

"Beim Abriss von Opel in Bochum - wohl dem größten Abriss in Deutschland derzeit. Fast alle Gebäude, ein komplettes Autowerk wird abgebrochen, zerkleinert ..., und in Säcke gepackt, wiederverwertet oder abtransportiert…" WAZ am 8.07.2016


Bochum, November 2016

Bochumer Opelaner:

"Rückgrat bewiesen

- Zeichen gesetzt"

Bochumer Opelaner geehrt

In einer Feierstunde wurde der ehemalige Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes mit der Ludwig-Fischer-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung (EAB), geehrt.

Der EAB-Landespräsens Pfarrer Dieter Heising betonte in seiner Laudation, dass man den Kampf um das Bochumer Opel-Werk verloren habe, "aber die Opelaner haben durch ihr unermüdliches und aufrichtiges Engagement für den Standort ein entschiedenes Zeichen gesetzt. Die Auszeichnung stehe für Menschen, die für berechtigte Interessen stritten und in schwierigen Situationen Rückgrat bewiesen haben und nicht den einfachen Weg gewählt haben."

Rainer Einenkel nahm die Auszeichnung auch stellvertretend für die Bochumer Opelaner entgegen. Er bedankte sich für die großartige Solidarität der Menschen in der Region und besonders auch der EAB, die in der jahrelangen Auseinandersetzung immer solidarisch an der Seite der Opelaner gestanden haben. "Diese Solidarität hat uns Mut und Kraft gegeben. Solidarität für unsere Region wird jetzt erst recht wichtig sein!"


Bochum, Oktober 2016

Vertragsbruch durch Opel

Scharfe Kritik von der IG Metall, Betriebsrat und ehemaligen Beschäftigten am Opel-Vorstand. In den Verhandlungen zum Opel-Werk Bochum konnte erreicht werden, dass neben dem Erhalt und Ausbau des Warenersatzteillagers weitere 100 Industriearbeitsplätzen für die gekündigten Opelaner garantiert wurden. Diese Zusage des Opel-Chefs Neumann für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze liegt schriflich der IG Metall vor.

Fast 2.000 der ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Opel-Werkes sind immer noch ohne Arbeit (siehe Bericht unten). Esatzarbeitsplätze werden dringend gebraucht, aber Opel ist nicht bereit, die schriftliche Zusage zu erfüllen. Ein weiterer Vertragsbruch.


Bochum, Juni 2016

Abfindungen: Opel verliert vor Gericht

Doch Opel bleibt stur und unbelehrbar

gegenüber der ehemaligen Belegschaft

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat am Donnerstag, 2. Juni 2016, entschieden, dass behinderte Opelaner bei Abfindungen nicht benachteiligt werden dürfen. Bereits vorher hatte das Arbeitsgericht Bochum für die ehemaligen Opelaner eine positive Entscheidung gefällt. Im Schnitt geht es um ca. 36.000 Euro pro Mitarbeiter und eine Gesamtsumme von über 2 Millionen Euro, die Opel insgesamt den Beschäftigten zahlen müßte.

Nach dem Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!", hat das Unternehmen angekündigt, diese Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm nicht zu akzeptieren und will nun eine Klärung vor dem Bundesarbeitsgericht.

Somit droht also weiterhin eine jahrelange Hängepartie und ein übles "auf Zeit spielen" zu Lasten der Menschen, die jahrelang bei Opel gearbeitet, den Profit des Konzerns gemehrt und oftmals im Betrieb ihre Gesundheit gelassen haben.


August 2015

"Spaltung der Opel-Belegschaften gelungen!"

Der Fall Opel-Bochum

Im Dezember 2014 wurde das Bochumer Opel-Werk geschlossen.

Wie versprochen liegt die neue aktualisierte Opel-Chronik vor - mit neuen Fakten und Hintergrundinformationen. Eine Chronik des Widerstandes, Hoffnungen, Spaltung, großartiger Solidarität und den Leistungen einer stolzen Bochumer Belegschaft.

"Damit wir aus den Erfahrungen lernen und so etwas niemals wieder passiert," ein betroffener Opelaner.

Zum Sofortlesen:

Der Fall Opel

Zum Ausdrucken:

Chronik _ Der Fall Opel-Bochum [1.208 KB]

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Unbedingt anschauen:

Opel-Solidarität

Hunderte Solidaritätserklärungen haben uns erreicht...