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Juni 2015

Betriebsratswahl Neovia und Berufausbildung

Absolute Mehrheit für
"WIR Gemeinsam"

Gestärkt für weitere Verhandlungen

Am 23. Juni 2015 wurde der neue Betriebsrat für Neovia (Opel-Werk III) und für die Opel-Berufsausbildung gewählt. 86% der Wahlberechtigten haben sich an der Wahl beteiligt.

Hier das vorläufige Ergebnis:

Liste 1 "Offensiv": 1 Mandat (8% der Stimmen)

Liste 2 "Betriebskultur": 3 Mandate (26% der Stimmen)

Liste 3 "WIR-Gemeinsam": 9 Mandate (66% der Stimmen)

Welche Herausforderungen stehen an?

In Rußland endet für Opel die Fahrzeugproduktion und der Verkauf von Opelfahrzeugen. Nach Azambuja (Portugal), Antwerpen und Bochum bereits die nächste Werksschließung eines Opel-Werkes. Dieser Ausstieg aus Rußland wird mittelfristig gravierende Auswirkungen auf das Ersatzteilgeschäft haben (keine Autos - keine Reparaturen - keine Ersatzteile). Auf diese Situation muss rechtzeitig und gemeinsam reagiert werden. In Rüsselsheim endet 2018 der Kündigungsschutz für das Ersatzteillager.

Ab 2016 übernimmt Opel wieder das Ersatzteillager. Bis heute ist nicht klar, in welcher Rechtsform das geschieht. Damit ist auch immer noch offen, welche Kontroll-, Informations- und Mitbestimmungsrechte der Betriebsrat in diesem Unternehmen hat und welche Auswirkungen die Übernahme auf die Belegschaft hat.

Die finanzielle Lage für Opel bleibt äußerst prekär. Das fehlende Rußlandgeschäft und die Schließungskosten für Bochum werden Opel weiter belasten. Die Investitions- und Arbeitsplatzzusagen für Bochum müssen ohne Wenn und Aber eingehalten werden. Am Vertrag für Bochum bis Ende 2020 darf nicht gerüttelt werden.

Zusätzlich stehen weitere Themen auf der Agenda: Arbeitsplätze für Leistungsgewandelte, Vorruhestandsprogramm, Arbeitszeitregelungen, Nachtschicht, Umsetzung Tariferhöhungen, Eingruppierungen, soziale Einrichtungen, usw.

Mit großer Erfahrung, Verhandlungsgeschick, Fachkompetenz, Gemeinsamkeit und gestärkt durch das eindrucksvolle Wahlergebnis wird der neugewählte Betriebsrat in die weiteren Verhandlungen gehen.


Bochum, Juni 2015

Herbert Grönemeyer - 30 Jahre Jubiläumskonzert am 19.06.2015 in Bochum

Opelaner sagen

"Danke Herbert!"

Herbert Grönemeyer am 19. Juni 2015 in Bochum

Gänsehaut pur! So erlebten 30.000 Menschen am 19. Juni 2015 "unseren" Herbert Grönemeyer im Bochumer rewirpower Stadion beim Jubiläumskonzert.

Ein Jubiläums- und Solidaritätskonzert, das nicht im Tourneeplan stand und kurzfristig von Herbert Grönemeyer und seiner Agentur angesetzt wurde. Das galt auch für das zweite Konzert am 20. Juni mit weiteren 30.000 begeisterten Fans aus Bochum, dem Ruhrpott und ganz Deutschland.

Als Zeichen der Solidarität hatte Herbert Grönemeyer am 19. Juni die Bochumer Opelaner eingeladen. 7.000 Freikarten für 3.500 Opelaner und LebenspartnerInnen - und alle waren da. "Guten Abend Bochum, ich begrüße alle Opelaner," begrüßte Herbert Grönemeyer die anwesenden Opelaner unter dem begeisterten und solidarischem Beifall zehntausender Besucher.

Danach über 3 Stunden alte und neue Lieder, Gänsehaut, Tränen und Emotionen pur durch einen der größten Künstler Deutschlands.

Das Konzert bewies erneut, dass die Menschen im Ruhrpott zusammenstehen und das Wort Solidarität im Ruhrpott wirklich gelebt wird. "Herbert, das werden wir nie vergessen," so ein Opelaner nach dem Konzert.

Bochum, 24. Mai 2015

Klage gegen Werksschließung

Vom Landgericht wurde mitgeteilt, dass der nächste Verhandlungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Sollten weitere Infos vorliegen, werden wir berichten.

Nähere Informationen zum Verfahren siehe auch den Bericht weiter unten.


Nachgefragt - WIR antworten

Klage wegen Abfindungsberechnung (Pensionsbridger)?
Klage wegen Urlaubstage?
Neue Abfindungsberechnung und Ausgleich Progressionsvorbehalt?
Arbeitszeit-BV für Werk III gekündigt?


Weitere Antworten (Archiv) findet man unter der Rubrik "Nachgefragt"

Bochum, Mai/Juni 2015

- Bilder vom Abriss -

"Die Schande von Opel"

In der Nacht zum 24. Februar wurde heimlich der weltbekannte Opel-Schriftzug am Tor 4 entfernt. Stück für Stück wird das Werk plattgemacht. Der Bochumer Zafira wird jetzt im Werk Rüsselsheim gebaut und dafür muss das Bochumer Opel-Werk geschlossen werden.

Die Schließungskosten für Bochum sind mit über 700 Millionen Euro deutlich höher als von Opel gerechnet. Zusätzliche Kosten drohen durch Umweltbelastungen und Sanierung. Die Schließung des Werkes Bochum wird die teuerste Werksschließung für Opel sein.

Opel hat offen zugegeben: Ohne Schließung des Werkes Bochum gibt es von General Motors keine Investitionen für die Opel-Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern oder Eisenach. Im Klartext: Bochum ist das Opfer, damit die anderen Werke (vielleicht) überleben können!

Die Reaktion der Menschen: Wut, Trauer, Verbitterung aber auch Stolz, dass man solange der seit vielen Jahren drohenden Schließung widerstehen konnte.

In einer Zeitung schrieb ein Leser: "Der Abriss von Bochum - Die Schande von Opel." Wir werden weiter berichten, wie es mit den Menschen, der Stadt, der Region und den Zusagen von Opel über die Arbeitsplätze weitergeht...

Bilder von oben und unten (Mai/Juni 2015)


Bochum, April 2015

Der WDR-Film zum Abriss des Bochumer Opel-Werkes...

Opel behauptet, das Werk Bochum sei Geschichte. Wer am 23. April diesen Film im WDR gesehen hat der weiß es besser. Die Menschen und die Region werden die Schließung des Bochumer Werkes nicht vergessen...

Wer den Film noch nicht gesehen hat einfach das Bild anklicken und dann den Film starten

Bochum, 24. Mai 2015

Klage gegen Werksschließung

Entscheidung verschoben

Der Rechtsstreit am Landgericht Darmstadt um die Wirksamkeit der Schließung des Bochumer Opel-Werkes und der Verlagerung des Opel-Zafira ins Werk Rüsselsheim geht weiter. Am 24. Februar 2015 waren von Opel zwei Zeugen geladen. Einer dieser Zeugen hatte sich kurzfristig wegen einer Auslandsreise entschuldigt. Das Gericht (Presseabteilung) erklärte anschließend als möglichen neuen Verhandlungstermin den 26. Mai 2015. Jetzt hat das Gericht mitgeteilt, dass der Termin auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Warum wird geklagt?

Gegenstand der Klage ist die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Beschlussfassung zur Schließung des Bochumer Werkes und der Verlagerung der Zafira-Produktion. Dabei handelt es sich um die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrates sowie darum, dass dem Aufsichtsrat eine vom Gesetz vorgeschriebene und der wirtschaftlichen Bedeutung notwendige Information und Beratung zur Zafira-Verlagerung verweigert wurde.

Rüsselsheimer Betriebsrat an Bochumer

Schließung beteiligt?

Die Rechtsanwaltskanzlei von Opel behauptet weiterhin, dass Dr. Schäfer-Klug (Vorsitzender des Rüsselsheimer Betriebsrates, Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Vorsitzender des Eurobetriebsrates) aktiv an der Beschlussfassung zur Verlagerung der Bochumer Zafira-Produktion nach Rüsselsheim und somit der Schließung von Bochum beteiligt war. Opel bleibt bei dieser Darstellung. Leider ist vom Rüsselsheimer Betriebsrat bisher keine Klarstellung erfolgt.

Wichtiges zum Verfahren

Gegen die Schließung von Bochum hatten im Aufsichtsrat alle Arbeitnehmer einschließlich dem Vertreter der IG Metall gestimmt.

Beretits in der Aufsichtsratssitzung am 17. April 2013 haben die Bochumer Mitglieder des Aufsichtsrates erklärt, dass sie eine juristische Überprüfung des Beschlusses vornehmen werden.

Bei der Einrichtung der Einigungsstelle im Mai 2013 hatte das Unternehmen akzeptiert, dass sich der Betriebsrat eine rechtliche Prüfung der Beschlussfassung im Aufsichtsrat vorbehält.

Die Klage am Landgericht Darmstadt wurde im Sommer 2013 eingereicht und wurde einstimmig im Bochumer Betriebsrat unterstützt.

Die Klage im Auftrag des Betriebsrates wurde eingereicht von Rainer Einenkel, bis Januar 2015 Betriebsratsvorsitzender des Opel-Werkes Bochum und Mitglied des Aufsichtsrates der Adam Opel AG.

Ein interessantes Interview zum Thema:

http://www.weka.de/interview/einenkel-opel-aus-in-bochum/
http://getfax.de
Bochum-Aus_Falschinformation und Manipulation [452 KB]


Mai 2015

Der Fall Opel Bochum

oder aus dem Handbuch:

"Wie spalte ich Belegschaften!"

Die Schließung des Opel-Werkes Bochum sollte bereits vor über zehn Jahren erfolgen und konnte ebenso lange verhindert werden. Das beweist die vorliegende Chronik. Die Schließung zum Jahresende ist eine politische und keine wirtschaftliche Entscheidung. Am Landgericht Darmstadt wird gegen die Schließung des Bochumer Werkes geklagt.

Die Chronik zur Auseinandersetzung um unser Werk und Arbeitsplätze liegt vor und ist über Betriebsräte oder Vertrauensleute erhältlich.

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Eine aktuelle Chronik ist in Vorbereitung - mit neuen Fakten und Hintergrundinformationen

Chronik "Der Fall Opel-Bochum" Nov/Dez 2014 [398 KB]

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Unbedingt anschauen:

Opel-Solidarität

Immer wieder erreichen uns Solidaritätserklärungen...